Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide wählt neue Stiftungsratsmitglieder

Bodo Mierswa (1.v.r.), Vorstandsvorsitzender der Stadtteilstiftung bedankt sich beim langjährigen Stiftungsratsvorsitzenden Hans Battefeld (2.vr.). Mit dabei: Harry Grunenberg, Harry Rothmann, Jürgen Behle, Sabine Reese, Ronné Kubinski, Ursula Schroers und Ralf Beckmann (v.l.n.r.)

Jedes vierte Jahr ist es wieder soweit: Die Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide wählt in ihrer Stiftungsversammlung die Mitglieder eines der beiden Stiftungsgremien, den Stiftungsrat.

Nach vielen Jahren an der Spitze dieses Stiftungsrats hat Hans Battefeld dieses Ehrenamt nun beendet.
„Auch wenn ich jetzt ein bisschen kürzer trete, ich bleibe der Stadtteilstiftung als Förderer verbunden“, betonte er bei seiner Verabschiedung während der 9. Stiftungs-versammlung Anfang April.

Neuer Stiftungsratsvorsitzender ist Jürgen Behle, der dem Gremium bereits mehrere Jahre angehört.Ganz neu in den fünfköpfigen Stiftungsrat sind Sabine Reese, Christa Heimann und Gesine Grimm gewählt, während das erfahrene Mitglied Ronné Kubinski wiedergewählt wurde. Insgesamt drei Mitglieder des letzten Stiftungsrats sind zur Wahl nicht mehr angetreten: Neben Battefeld waren dies die ehemalige hannoversche Bürgermeisterin Ingrid Lange und Gerhard Waldmann.

Der neue Vorstand der Stadtteilstiftung ist der bisherige. Neben Bodo Mierswa sind Ursula Schroers und Frank Schweitzer weiter aktiv. In dem Rechenschaftsbericht an die Stiftungsversammlung unterstrich Mierswa einige der bisherigen Erfolge dieser ersten Stadtteilstiftung Deutschlands, die in zwei weiteren hannoverschen Stadtbezirken Nachahmung fand – die LindenLimmerStiftung und die Südstadt-Bult-Stiftung arbeiten nach ähnlichen Satzungszielen wie die Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide.

Was hat die Stadtteilstiftung erreicht? In den acht Jahren seit ihrer Gründung im Dezember 2004 hat die Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide mehr als einhundert Projekte in sozialen Einrichtungen und Initiativen in den beiden Stadtteilen mit insgesamt 60.000,- Euro unterstützt.

Mierswa: „Von dieser Summe haben wir 46.400,- Euro aus eigenen Stiftungserträgen ausgeschüttet. Weitere 13.600,- Euro kamen von der Stadt Hannover und der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH) für den Förderpreis „Aktiv im Stadtteil“ – ein Wettbewerb, den wir für Gruppen und Initiativen fünf Jahre lang veranstalteten“.

Vorstandsmitglied Ursula Schroers, Geschäftsstellenleiterin der GBH in Vahrenheide, ergänzt: „Unser Wohnungsunternehmen sorgt nicht nur für die Werterhaltung unserer Wohnungen, sondern wir tragen auch unseren Teil für eine verantwortliche soziale Entwicklung unseres Stadtteils bei.“

Die herausragenden Aktivitäten des letzten Jahres: Der Spendenlauf im Mai, das Benefizkonzert an der Integrierten Gesamtschule Vahrenheide/Sahlkamp im Oktober und die Stiftungslotterie, die gemeinsam mit der in Bothfeld tätigen St. Nathanael-Stiftung organisiert wurde. Beim Spendenlauf engagierten sich mehr als 300 Schüler aus der Ada-Lessing-, der Erich-Kästner- und der Lotte-Kestner-Schule sowie der Grundschule Hägewiesen. 3637 Euro betrug die erlaufene Spendensumme, die Hälfte davon ging an die Schulen, für die Stiftung blieb ein Anteil von 1800 Euro.
Rund 30 Firmen unterstützten die Stiftungslotterie mit Sachpreisen im Gesamtwert von rund 2500 Euro, der Losverkauf lief in rund 25 Geschäften.
Aus dem Lotterieerlös von 2220 Euro erhielten jeweils 740 Euro: das Kinder- und Jugendmusikprojekt der St. Nathanael-Gemeinde in Bothfeld, das Vahrenheider Projekt „Frauen lernen Fahrrad fahren“ vom Verein für Sozialkulturelle Stadtteilarbeit und das Projekt „Mobile Apfelpresse für Kinder“ des Verbands Christlicher Pfadfinder (VCP) im Sahlkamp.
Im Jahr 2012 konnte die Stadtteilstiftung darüber hinaus acht Projekte mit insgesamt 7.100 Euro bezuschussen, darunter der KidsClub und das Bengel-Projekt der Evangelischen Freikirche im Sahlkamp, die Projekte „Gesundes Schulfrühstück an der Fridtjof-Nansen-Schule“ sowie „Bewerbungshilfe und vernetzte Unterstützung für Arbeitssuchende“ vom „Förderverein Leben und Arbeiten im Stadtteil“ (FLAIS), Mobiliar für das Nachbarschafts-Café Sahlkamp, das Projekt „Multinationale Frauen lernen schwimmen“ von der Arbeitsgemeinschaft Multikulturelle Frauenarbeit Sahlkamp, das Präventionsprojekt „Klasse 2000“ der Grundschule Tegelweg und der Kindermittagstisch im NaDu-Kinderhaus.

Der neue Stiftungsratsvorsitzende Jürgen Behle erläutert, woher die Fördergelder kommen: „Unser unantastbares Stiftungskapital ist mittlerweile auf 76000 Euro angewachsen. Die Zinsen aus diesem Kapital stellen einen Teil der Fördergelder dar. Einen größeren Anteil nehmen aber die Spenden ein, die wir von unseren Unterstützern erhalten.“

Die Mitglieder des Stiftungsrats und Stiftungsvorstands werben für mehr Unterstützung. Vorstandsmitglied Schroers bringt es auf den Punkt: „Eine zukunftsweisende und verlässlichere Basis für unsere Förderpraxis stellen regelmäßige – auch kleinere – Spenden dar. Eine Fördererklärung finden interessierte Firmen und Privatpersonen auf unserer Internetseite stadtteilstiftung.de.“ Natürlich bietet die Stadtteilstiftung insbesondere das persönliche Gespräch an. Ein Anruf beim Vorstandsvorsitzenden Bodo Mierswa, Telefon 6069730, reicht völlig – das ist vielleicht der kürzeste Draht zum freudigen Geben.

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