PM Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide feiert dreifach

Auslosung der Stiftungs-Lotterie 2017, Vergabe des Preises „Projekt des Jahres 2018“ und 13 Jahre Stadtteilstiftung

Aller guten Dinge sind drei – genau das hatten die Aktiven der Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide für die öffentliche Veranstaltung am 14. Dezember im Stadtteiltreff Sahlkamp ganz wörtlich genommen. Denn erstens fand an dem Tag die Auslosung der Gewinne der Stiftungs-Lotterie 2017 statt, zweitens überreichte die Stiftung den Preis „Projekt des Jahres 2018“ und drittens feierte sich die Stadtteilstiftung ein wenig selbst. Denn exakt vor dreizehn Jahren, am 14. Dezember 2004, gründeten dreiunddreißig Aktive im großen Saal des Stadtteiltreffs Sahlkamp Deutschlands erste Stadtteilstiftung.

Zu Beginn der Veranstaltung bat MdB Kerstin Tack, Schirmfrau der Stadtteilstiftung, eine kleine Delegation aus der Integrierten Gesamtschule (IGS) Vahrenheide/Sahlkamp auf die Bühne. Tack verkündete die Vergabe des Preises „Projekt des Jahres 2018“ an die IGS für ihr Projekt „Volle Möhre“. Die Preisverleihung ist mit einer Förderung durch die Stadtteilstiftung in Höhe von 4.000 Euro verknüpft. Das Schulprojekt „Volle Möhre“ wird mit fachlicher Unterstützung des Vereins ACKERDEMIA auf dem Schulgelände der IGS realisiert. Nadin Polat, wie ihre Kollegin Birgit Ahrens Stammlehrerin in der Klasse 5 c, betont: „Mit dem Preisgeld werden wir einen gut einhundertzwanzig Quadratmeter großen Schulgarten anlegen und Gartengeräte anschaffen.“ Schirmfrau Tack hob in ihrer Laudatio hervor: „Dieses tolle Projekt hat unsere Stadtteilstiftung deshalb überzeugt, weil hier ein Schulgarten in einem ganzheitlichen Prozess ökologisch begleitet wird. Dies wird dem pädagogischen Anspruch gerecht, Jugendlichen die Zusammenhänge von Gemüseanbau und gesunder Ernährung erlebbar und spaßvoll zu vermitteln“. Ganz nach dem Motto „Eine Generation, die weiß, was sie isst“ arbeitet die Gemüse-ACHERDEMIA, die bundesweit vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und verschiedenen privaten Unternehmen unterstützt wird. IGS-Schulleiter Jörg Kleinholz-Mewes betont: „Eine Schul-Arbeitsgemeinschaft wird den Zaun rund um das Beet selbst aufbauen. Das spart nicht nur Geld, sondern diese Arbeiten sind zusätzlich geeignet und wichtig in der Frage der Berufsorientierung für die Schüler.“ Die beiden Schülerinnen Enie und Jowita aus der Klasse 5 c erklärten den Gästen bei der Preisverleihung anhand von Bildern, dass sie schon mit vorbereitenden Arbeiten in ihrem Projekt begonnen haben. Jowita erläutert: „Vor der Schule hat ein Mann Laub eingesammelt. Da haben wir ihn gefragt, ob er uns das für das Beet liefern kann. Das hat er uns einmal geliefert. Den Rest mussten wir allein machen.“ Ihre Klassenkameradin Enie ergänzt: „Manchmal macht das Spaß, aber es ist auch sehr anstrengend.“ Angelika Schoenheit, Stellvertretende Schulleiterin, sagt: „Das war das Mulchen, das heißt, wir haben fast einen halben Meter Laub auf dem Beet aufgeschichtet. Das muss jetzt erstmal zusammensacken, anschließend werden wir umgraben.“ Für zwei Jahre wird die Klasse 5 c das Beet betreuen, dann wird die nächste Klasse die Projektarbeit übernehmen. Diese Nachhaltigkeit des Projekts „Volle Möhre“ war einer der ausschlaggebenden Gründe für die Wahl zum „Projekt des Jahres 2018“.

Nach der Preisverleihung an die IGS trug der Stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende Wilm Janssen in einem versierten musikalischen Beitrag mit seiner Gitarre einige Blues-Stücke vor. Anschließend ging es an die Lotterie-Auslosung von 225 Gewinnen im Gesamtwert von 9100 Euro. Die Chance auf einen Lotteriegewinn war dabei so hoch wie noch nie, seit die Lotterie vor sieben Jahren das erste Mal stattfand. Kooperationspartnerin bei der Stiftungs-Lotterie war wie in den Vorjahren die Stiftung St. Nathanael in Bothfeld. Ricarda Schweitzer, Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung St. Nathanael, weiß um die Bedeutung der Lotterie: „Wichtig für uns ist, mit Hilfe der Lotterie über die Stadtteilgrenzen hinweg soziale Arbeit zu unterstützen.“ Von insgesamt 6.500 Losen, die während der dreimonatigen Lotterielaufzeit in den Verkaufsstellen und über Einzelverkäufer angeboten wurden, kamen 4100 zurück und wurden vor der Auslosung unter den wachsamen Augen von Diplom-Oeconom Frank Schweitzer, Stellvertretender Stiftungsvorstandsvorsitzender der Stadtteilstiftung, in die Lostrommel eingefüllt. Unter den zahlreichen ausgelosten Preisen waren Gutscheine für jeweils ein Wochenende mit einem Ford-Pkw, Hotelübernachtungen, Einkaufs-, Beratungs- und Restaurantgutscheine und viele weitere attraktive Preise. Das Gewinnerlos für den Hauptpreis der diesjährigen Stiftungs-Lotterie, einen 1000-Euro-Reisegutschein – gespendet von hanova – zog Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg, der sich im Stiftungsrat der Stadtteilstiftung engagiert.

Die Stadtteilstiftung fördert seit ihrer Gründung am 14. Dezember 2004 Projekte in Vahrenheide und im Sahlkamp, die sich den Bereichen Erziehung, Bildung und Soziales zuordnen lassen. Die Stadtteilstiftung hat im Laufe der Jahre mehr als 110.000 Euro an 175 Projekte ausgeschüttet. Die Stiftung St. Nathanael fördert das gesamte gemeindliche Leben in der Kirchengemeinde in Bothfeld.

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